Anschmiegsamer, pelziger Gigant

Katzen-Porträt: Maine Coone

Maine Coone - die sanften Riesen

Wer einmal einer Maine-Coon-Katze begegnet, weiß sofort, dass es sich hierbei um eine ganz besondere Rasse handelt: Sie imponiert zunächst durch ihre Größe und ihre Leichtfüßigkeit, auf den zweiten Blick auch durch ihr Wesen. Die Experten der Fachmarktkette Fressnapf porträtieren den „sanften Riesen“, wie die Maine Coon auch genannt wird.

Die Maine Coon stammt aus Nordamerika, genauer gesagt aus Neuengland. Es kursieren viele Geschichten darüber, wie die Rasse entstand: Könnte es etwa sein, dass sich eine Katze mit einem Waschbären (engl. racoon) gepaart hat? Der buschige Schwanz der sagenumwobenen Katze ähnelt dem des Waschbären. Auch ein Handelskapitän namens Coon wird erwähnt, dessen langhaarige Schiffskatzen sich mit den Hafenkatzen Neuenglands gepaart haben sollen. Ähnliches könnte sich auch mit der Norwegischen Waldkatze abgespielt haben, die die Wikinger um 1000 n. Chr. mit an Bord hatten.

Tatsächlich ist es so, dass Laien die Maine Coon mit der Norwegischen Waldkatze leicht verwechseln können. Die beiden Halb- oder Semilanghaarkatzen ähneln sich sehr in ihrer Statur und den luchsähnlichen Ohren. Möglicherweise entstand die Maine Coon ganz einfach durch natürliche Selektion und erlangte ihre Robustheit durch die kalten Winter ihrer Heimat Maine.

Charakteristisch für die „Maine Cat“ ist neben den Ohrbüscheln, die auch mal fehlen können, ihr besonders dichtes und wasserabweisendes Fell. Es glänzt auffallend und verfilzt kaum, was ihre Besitzer sehr zu schätzen wissen. Der buschige Schwanz und die Fell-Schneeschuhe an den Pfoten deuten ebenfalls auf die Wintererfahrung ihrer Ahnen hin. So mag eine Maine Coon weder warme Temperaturen noch überhitzte Wohnungen. Eindruck macht sie mit ihrer Größe, denn sie kann sechs bis neun Kilogramm schwer werden und ist mit diesem Körpergewicht eine der größten und schwersten Hauskatzen. Es gibt sie in fast allen Fellfärbungen.

Die Maine Coon hat viele Namen: einer davon ist „Hundekatze“. Diese Bezeichnung lässt auf ihr Wesen schließen. Sie ist sehr anhänglich, außerdem neugierig und verschmust. Sie braucht viel Aufmerksamkeit, was sich bei Besitzern mit weniger Zeit durch eine zweite Katze korrigieren lässt. Die gesellige und kommunikative Maine Coon versteht sich nicht nur gut mit Kindern, sondern arrangiert sich auch mit anderen Katzen-Rassen und Haustieren, selbst mit Hunden.

Mancher Besucher wird sich über sie wundern, wenn sie ihr Essen aus dem Napf herausscharrt, um es dann mithilfe der Pfoten aufzunehmen. Deshalb erfreut sie sich auch an Spielen, bei denen sie ihre Pfoten einsetzen kann. Entgegen allen Klischees liebt diese Rasse sogar das Wasser. Was ihre Größe betrifft, ist die Maine Coon nach rund 18 Monaten ausgewachsen. Für ihre sonstige Entwicklung beansprucht sie jedoch bis zu vier Jahre! Dafür kann sie mit bis zu 15 Jahren ein hohes Alter erreichen. Da sie anfällig für Herz-, Nieren- und Gelenkserkrankungen ist, sollten Besitzer vor allem auf eine gute Herkunft und ein normales Körpergewicht achten.

Quelle: Fressnapf
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